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Gehirnwellen und Gehirnwellenbereiche

Jeder Mensch kann sein volles Potential nur dann entfalten, wenn seine Gehirnwellen optimal strukturiert sind und das Zentralnervensystem ausgeglichen ist. Ein optimal funktionierendes menschliches Gehirn mit stabilem Nervensystem produziert immer ein ganz spezifisches Hirnwellenmuster, das sich den verschiedenen Bewusstseinszuständen flexibel anpasst.

Screenshot von Nexus 32 und BioTrace+Software © mindmedia.nl

Jeder Bewusstseinszustand (z.B. Schlaf, Entspannung, Konzentration) geht mit einem spezifischen Gehirnwellenmuster einher.

 

Gehirnwellen-Typ

Bewusstseinszustand


Gamma – Wellen

Ab 30 Hz

Sehr schnelle Wellen, ab 30 Hz.
Der Bereich um 40 Hz synchronisieren linke und rechte Gehirnhälfte.
Höhere Bereiche sind zur Zeit noch nicht erforscht.


Beta-Wellen

12.5 – 30 Hz

Wenn wir in einem normalen, wachen Zustand sind, mit offenen Augen, die Aufmerksamkeit auf die äussere Welt gerichtet oder mit konkreten, speziellen Problemen beschäftigt, dann dominieren schnelle Betawellen.
Betawellen werden mit Aufmerksamkeit, Wachheit, Konzentration, Kognition; aber auch mit Besorgnis, Ängsten und diversen anderen Stressformen assoziiert.


Alpha-Wellen

7.5 – 12.5 Hz

Wenn wir unsere Augen schliessen und entspannter, passiver oder unfokussierter werden, dann verlangsamen sich die Gehirnwellen, und wir produzieren mehr sogenannte Alphawellen. Sie produzieren ein ruhiges und wohliges Gefühl, den „Alpha - Zustand“ oder „Flow“.
Der Alpha - Zustand scheint ein für das Gehirn weitgehend „neutraler“ (oder untätiger) Zustand zu sein. In diesem Zustand schüttet unser Gehirn Botenstoffe aus für Wohlbefinden und Regeneration.


Theta-Wellen

3.5 – 7.5 Hz

Wenn Ruhe  und Entspannung in Schläfrigkeit umschlagen, stellt das Gehirn auf die langsameren Thetawellen um. Es ist der Dämmerzustand zwischen Wachen und Schlafen und wird oft von  unpräzisen, traumartigen mentalen Bildern begleitet. Häufig stehen diese Bilder mit lebhaften Erinnerungen im Zusammenhang, vorzugsweise mit Kindheitserinnerungen.
Theta öffnet den Zugang zu unbewusstem Material, zu Träumereien, freien Assoziationen, verborgenem Wissen und kreativen Ideen.


Delta-Wellen

0.5 – 3.5 Hz

Wenn wir eingeschlafen sind, dann dominieren Deltawellen. Sie sind  langsamer als Thetawellen und liegen im Frequenzbereich von unter 4 Hz.


Die meisten Studien zum Neurofeedback zeigen deutliche Effekte auf Intelligenztestergebnisse, Aufmerksamkeit und Verhaltenssteuerung und Fein-Motorik (z.B. Handschrift und Rechtschreibung) und Bewegungskoordination (Hochleistungs-Sportler). In den EEG-Mustern zeigt sich eine Zunahme des sensomotorischen Rhythmus (SMR; 12−15 Hz) und der Low-Beta -Frequenz (16−20 Hz), außerdem eine Abnahme der Theta-Frequenz (4−8 Hz) im Spontan-EEG. Das Beherrschen dieser Parameter bewirkt einen willentlich abrufbaren ruhigen, physisch und mental entspannten sowie aufmerksamen Bewusstseinszustand, der physische und mentale Höchstleistungen erbracht werden können (Peak-Performance).

 

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